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Medina Klötze

Unsere Pflege

Hier handelt es sich um die Arbeit mit Menschen mit pflege-und betreungsbedürftigen Behinderungen, bei denen die bisherige Förderung vorgegebene Grenzen erreicht hat und bei denen die Form des betreuten Wohnens eine Überforderung darstellt, also Menschen mit höhergradigen Behinderungen die der Förderung im Sinne der Erhaltung und Konditionierung verbliebener Leistungsreste bedürfen und altgewordene Behinderte im Ruhestand.

Die in dieser Zielgruppe zu betreuende Menschen haben die Fähigkeit und das Recht, auch im Wohnbereich immer wieder neuer Lebensperspektiven zu entwickeln, wenn sie es wünschen. Eine enge Zusammenarbeit mit den übrigen Einrichtungen des territorialen Umfeldes spielt auch hier eine große Rolle.

Hier sind all jene Hilfen zusammengefaßt, welche sich auf den altgewordenen behinderten Menschen selbst, sein körperliches und psychisches Wohlbefinden, seine Gesundheit und seine Lebensfähigkeit im unmittelbaren Umfeld seiner Bezugspersonen beziehen.

Diese Menschen brauchen unterschiedlich intensive Hilfen bei der Sicherstellung elementarer körperlicher Bedürfnisse, bei der Gesundheitsvor -und –fürsorge sowie in Bezug auf ihre psychische Stabilität und ihre Fähigkeit, sich in der Gruppe einzuordnen und selbst zu behaupten.

Relevante Schwerpunkte

Körperliches Wohl

Ziel ist es, den Heimbewohnern bei der Erfüllung elementarer körperlicher Bedürfnisse durch Körperpflege und Hilfe bei der Ernährung Unterstützung zu geben. Leistungsinhalte sind:
  • Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren
  • Nagelpflege, Monatshygiene, Kontrolle der Blasen- und Darmfunktion, Toilettentraining
  • Aufstehen und Zubettgehen, An- und Auskleiden
  • Mundgerechtes Zubereiten und Aufnahme der Nahrung (mit korrektem Gebrauch von Eßbestecken).
Unterstützung erfahren die Heimbewohner durch teilweise oder vollständige Übernahme der Verrichtungen, durch Beaufsichtigung oder Anleitung mit dem Ziel der eigenständigen Übernahme dieser Verrichtungen (Förderung).

Medizinische Pflege

Hier geht es ausschließlich um die Gesundheitsvor- und -fürsorge.

Leistungsinhalte:
  • Organisation der medizinischen Versorgung
  • Begleitung zu ärztlichen Untersuchungen und medizinisch therapeutischen Maßnahmen
  • Fortsetzung medizinisch-therapeutischer Maßnahmen im Wohnbereich des Heimes
  • Sicherstellung eines gesundheitsfördernden Lebensstils
  • Einnahme von Medikamenten
  • Versorgung und Pflege im Krankheitsfall
  • Durchführung spezieller medizinisch-pflegerischer Tätigkeiten (z. B. Insulin spritzen, Dekubitus-Versorgung)
Die Heimbewohner erfahren teilweise oder vollständig stellvertretende Ausführung, Begleitung, Anleitung, Aufsicht und Kontrolle, Gespräche und Beratungen, therapeutische Maßnahmen, Dokumentationen der medizinischen und therapeutischen Maßnahmen sowie organisatorische Hilfen.

Umgang mit sich selbst in der Welt

Hier geht es darum, die psychische Stabilität und die Fähigkeit, sich in die Gruppe Einzuordnen und sich selbst zu behaupten, zu stärken. Es geht weiterhin darum, „schwierige Verhaltensweisen“ zu bewältigen und abzubauen.

Leistungsinhalte
  • Hilfen im Umgang mit sich selbst und/oder beim Leben in der Gruppe
  • Hilfen zur Selbstbehauptung in der Gruppe
  • Bewältigung und Abbau von sehr unruhigem Verhalten
  • Hilfen bei der Bewältigung aktueller Lebenskrisen (z. B. Trauer bei Tod einer nahestehenden Person, Trennung vom Partner, spezielle Umstellungs- oder Krisensituationen im Zusammenleben mit anderen)
  • Hilfen bei Bewältigung psychischer Krisen (depressive oder manische Zustände, Suizidgefahr)
  • Hilfen bei selbstverletzendem Verhalten (Autoaggressionen)
  • Hilfen bei fremdverletzendem Verhalten (Gewalt gegenüber anderen Personen und Sachen)
  • Hilfe bei der Bewältigung von Suchtproblemen
  • Beistand im Rahmen der Sterbebegleitung
Die Heimbewohner erfahren hier Begleitung, Anleitung, Aufsicht und Kontrolle, Gespräch und Beratung, besondere Einzelzuwendung, therapeutische Maßnahmen, Dokumentation von therapeutischen und freiheitsbeschränkenden Maßnahmen sowie Einleitung und Koordinierung externer psychotherapeutischer Maßnahmen.

Körperliches Wohl, Gesundheit

In diesem Bereich fördern und unterstützen wir:
  • Gesundheitliches Befinden
  • Ausreichende Ruhe und Entspannung
  • Ausgewogene und angemessene Ernährung
  • Körperpflege
  • Toilettengang und Intimpflege
  • Witterungsgerechte Kleidung
  • Umsetzung ärztlicher Verordnungen
  • Gesundheitsfürsorge, Betreuung im Krankheitsfall und körperliche Fitneß
  • Technische Hilfsmittel in der Rehabilitation (Gehhilfen, Rollstuhl)
Soziale Kompetenz sozialer Kontakte

In diesem Bereich fördern und unterstützen wir:
  • Die Wahrnehmung eigener Wünsche und Interessen
  • Die Kommunikation der behinderten Menschen untereinander
  • Die gegenseitige Rücksichtnahme und Achtung, die Beteiligung an der Gestaltung des Lebens im Wohnbereich
  • Die Verhaltens- und Umgangsformen im alltäglichen Zusammenleben, bei Mahlzeiten, bei Einladungen usw.
  • Die Bewohnerversammlungen
  • Die Kontakte zwischen den behinderten Menschen und ihren Eltern, Angehörigen und gesetzlichen Betreuern durch Besuche, Korrespondenz und Gespräche
  • Die Mobilität (Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel)
Psychosozialer Bereich

In diesem Bereich geht es um:
  • Die Eigeninitiative und Motivation
  • Freundschaft, Partnerschaft und Sexualität
  • Persönliche Zuwendung (Einzelgespräche und Beachtung nonverbaler Äußerungen)
  • Persönliche Lebensperspektive
  • Persönliche Probleme, Konflikte und Krisen
  • Soziale, rechtliche und finanzielle Fragen
  • Religiöse Betätigung auf Wunsch des behinderten Menschen
  • Sterbebegleitung
  • Trauerbearbeitung
Freizeitgestaltung

In diesem Bereich koordinieren wir:
  • Persönliche Neigungen, Interessen und Hobbys
  • Selbstbeschäftigung (Pflanzen- und Tierpflege)
  • Gestaltung der Geburtstage, der Feste des Jahresablaufes und traditioneller Feiern
  • Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen
  • Ausflugsfahrten, Exkursionen und Wanderungen
  • gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Gesellschaftsspiele, Pflege besonderer Hobbys, Musizieren, Sportspiele u. a.
In der Arbeit mit der Gruppe der altgewordenen behinderten Menschen ist die Zusammenarbeit von Tagesstätte und Wohnbereich dringend notwendig. Die täglichen Einschätzungen werden schriftlich in einer Dokumentation fixiert, um daraus Schritte für die weitere Entwicklung abzuleiten.

Qualitätskontrolle

Angestrebt werden Veränderungen im Verhalten und im Gesundheitszustand des altgewordenen behinderten Bewohners. Um im Soll-/Ist-Vergleich am Bewohnerzustand das Pflegeergebnis bewerten zu können, wurden in den Pflegestrukturen Pflegeziele festgelegt. An diesem Kriterium ist das erreichbare Leistungsniveau ausgerichtet. Daran gemessen wird die tatsächliche Pflegeleistung. Um objektiv beurteilen zu können, ob Pflegeziele erreicht wurden, wird die gesamte Pflegeplanung, insbesondere die Durchführung der Pflegemaßnahmen, bei jedem Bewohner mit EDV-Unterstützung dokumentiert. Diese permanente Informationssammlung ermöglicht im Rahmen täglicher Dienstübergabegespräche bei Bedarf Änderungen der Pflegemaßnahmen und der Durchführung vorzunehmen. Aufgrund der kontinuierlichen Evaluation der geplanten Pflege, wird eine Beurteilungsgrundlage für die Qualität des Pflegeauftrages gewährleistet.

Mit dem Konzept der Medina soziale Behindertenbetreuung gGmbH Klötze orientieren wir uns einerseits an die Bedürfnisse unserer Bewohner und andererseits an eine permanente Verbesserung der einrichtungsbezogenen Abläufe. Voraussetzung dafür ist ein kontinuierlicher Entwicklungsprozeß, um unsere soziale Dienstleistung qualitätsorientiert anzubieten.
Persönliche Beratung
Mo. - So.: 8.00 - 20.00 Uhr

Telefon:
0 39 09 - 47 26 35

Telefax:
08 00 - 4 74 72 09

E-Mail:
medina-kloetze@mk-kliniken.com
 
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